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Granitabbau mit weitreichenden Folgen für die Natur

tafel7aBis Mitte des 19. Jahrhundert war das untere Vilstal im Bereich von Mattenham bis Vilshofen vom Menschen wenig beeinflusst. Wohl ist die Vils schon lagen für Mühlenbetriebe aufgestaut und die Wälder an ihren Steilhängen für die Gewinnung von Brenn- und Bauholz genutzt worden. Nach alten Beschreibungen durchstreifte gelegentlich ein Jäger den "Urwald." Doch dann, ab etwa 1850 beanspruchte die Granitindustrie mit Steinbrüchen und ausgedehnten Gleisanlagen fast 100 Jahre lang das enge Tal. Die mit uralten Bäumen bestandenen Hänge wurde fast vollständig gerodet, Abraum wurde verkippt und das Landschaftsbild völlig verändert. Die Eingriffe beeinträchtigen den Lauf der Vils und sogar das Grundwasser: In Liessing fielen bei den Anwesen zeitweise die Brunnen trocken.

 

Natur aus zweiter Hand entsteht

tafel7bNach Aufgabe der Steinbrüche, der Verarbeitung und damit auch der Gebäude und Anlagen konnte sich die Natur im Laufe der Jahrzente das Vils-Engtal wieder zurück erobern. Fast ungestört begannen Pflanzen und Tiere, kahle Steinbruchflächen, mit Wasser gefüllte Abbaustellen, Feuchtfläche, trockene Abraumhalden und gerodete Hänge wieder zu besiedeln. Die verschiedenartigen Lebensräume ermöglichen das Vorkommen tafel7cunterschiedlicher und seltener Tier- und Pflanzenarten auf engem Raum. In lichten Wald- und Waldrandbereichen finden sich große Bestände des Blausterns, des Buschwindröschens und des Leberblümchens. Trockenere Bereiche geben der Schlüsselblume oder den Lichtnelken Lebensraum. Auch viele Amphibien- und Reptilienarten leben hier. Frosch- und Lurcharten, wie dem Feuersalamnder und Bergmolch, kommen häufig Schlangen vor - hauptsächlich Ringelnattern, aber auch Schlingnattern.

 

tafel7eEin Schutzgebiet sicher die naturnahe Entwicklung

Um den besonderen Charakter des Gebiets zu erhalten und zu fördern wurde ein Plfege- und Entwicklungskonzept ausgearbeitet. Auf dieser Grundlage wurde das Vils-Engtal zwischen der Mattenahmer Brücke und dem Freizeitzentrum in Vilshofen auf einer Länge von etwa vier Kilometern und mit einer Fläche von 80 Hektra 1997 unter Naturschutz gestellt. Teil der Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen ist die Umgestaltung des markanten ehemaligen Transformator-Turmes in ein "Tierhotel":
Während das "Foyer" im Erdgeschoss Reptilien als Refugium dienst, biete das "Penthaus" ganz oben Rast- und Niestplätze für fliegende Gäste (Fledermäuse, Eulen, Turmfalken).

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