tafel10aIndustriegerät beschleunigt die Produktion

Von 1904 bis 1909 wurde versucht, die arbeitsaufwändige Fertigstellung der Pflastersteine in den Werkhütten zu rationalisieren. Die Bayerische Granit AG installierte dazu zwanzig so genannte Steinspalthämmer Dies sind elektrisch betriebene, sich vertikal bewegende, Spaltkeile, mit deren Einsatz die Produktion, hauptsächlich von Kleinpflastersteinen, wesentlich erleichtert, beschleunigt und damit verbilligt werden konnte.

 

Vilskraftwerke liefern den elektrischen Strom

tafel10bIn den genannten Zeitraum dürfte auch die Versorgung der Brüche mit elektrischen Strom fallen. Der Kahlhamer-Bruch (heutiger Taferlsee) bei Mattenham bezog seinen Strom sicher aus der Grafenmühle. Die anderen Betriebe, Anlagen und Einrichtungen, wie der Kalvari-Bruch, der Schotterbeißer, dei Taferl-Wirtschaft, sowie die Betriebsgebäude, wurden aus dem städtischen Elektrizitätswerk, an dem die Granit-AG finanziell beteiligt war, beliefert.

 

tafel10cEin Trafohäuschen wird zur Kapelle

Einer dieser Spalthämmer befand sich hier, westlich des Eingangs in den Kalvari-Bruch zwischen der Lokalbahn und der Indsutriebahn. Von ihm verblieben die Reste des Transformatorhäuschens, das 2013 aufwändig in die heutige Barbarakapelle umgestaltet wurde.

 

Elektrizität auch für die Stadt aus dem neuen Vilskraftwerk

Den elektrischen Strom zum Transformatorhäuschen lieferte das Städtische Vilskraftwerk. Die Planungen für dieses Elektrizitätswerk begannen schon 1895. Erst 1912 wurde es fertig gestellt und konnte nun die Stadt Vilshofen und schließlich auch die Maschinen und Gebäude vom Kalvari-Bruch bis zur Taferlwirtschaft mit Strom versorgen.

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