tafel5aZuerst treibt eine Dampfmaschine den "Schotterbeißer" an

Das Gestein, das bei den Sprengungen zu sehr zerkleinert wurde, die Reste aus der Steinbearbeitung im Bruch, den Werkstätten und den Spalthämmern wurden mit der Industriebahn zu Quetschmaschinen transportiert. Mit deren Hilfe wurde das Material zu Schotter oder Split zerkleinert. Diese Quetschmaschinen wurden Schotterbeißer genannt.

 

Elektrischer Strom als neue Kraftuquelle

In der Nähe der Materialwaage, in einer langen Geraden, wurde nach 1909 eine neue elektrisch betriebene Schotterquetsche erstellt, die leistungsfähiger war als der dampfbetriebende Schotterbeißer flussabwärts. Heute sieht man nur noch ein bunkerartiges Gebäude ohne Zugang und Decke, das ehemals als Sockel für die Quetschmaschine diente.

tafel5bMit diesem Aggregat konnte man nun in größerem Umfang aus allen steinernen Abfallresten Schotter, Split und Sand verschiedener Körnungen herstellen. Damit war man technisch gerüstet, das Granitmaterial praktisch ohne unbrauchbaren Abfall zu verarbeiten. Ein großer Vorteil, da im engen Vilstal wenig Platz für Abraum war. Als Zwischenlager für die gewonnenen Materialien diente der Bahnhof Taferl bevor diese verladen und abtransportiert wurden. Mit den Schotterquetschen hatte man letztlich eine weitere Einnahmequelle geschaffen, den Abraum minimiert und damit die Abraumhalden entlastet.

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