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info2.5Die Vils - wie die Natur sie geschaffen hatte

In weiten Mäanderbogen durchströmte die Vils einst die weite Talaute. Hochwasser nagten an Ufer und Sohle, transportierten Geschiebe an und wieder ab. Immer wieder verlegte das Gewässer seinen Lauf, Seitenarmen und Altwasser entstanden. Überflutungen sorgten für ständigen Umbruch und Düngung und bestimmten so den natürlichen Bewuchs, nämlich Auwälder und artenreiche Feuchtwiesen. Eine extensive, naturverträgliche Weidenutzung ("Hutung") durch den Menschen führte schließlich zu einer parkähnlichen Landschaft.

 

 

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info2.6Der Vilsausbau - was der Mensch meinte, verbessern zu müssen

Nicht nur Ortschaften, auch die fruchtbaren Böden, auf denen vormals der Auwald stand, sollten vor Hochwasser geschützt werden. Schon vor 1940 begangen Betroffenen und Staat, den Vilsfluss in ein starres Korsett zu zwängen. 1974 wurden auch an der Unteren Vils Mäander durchstochen, der Flussschlauch begradigt, die Ufer mit Steinen befestigt und Deiche aufgeschüttet. Durch die künstlich erzeugte Laufverkürzung und Abflusskonzentration erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit und mit ihr die Schleppkraft. In den folgenen Jahren fing die Vils an, sich einzugraben. Immer teuere Stützbauwerke wie zum Beispiel Sohlrampen wurden notwendig. Gleichzeitig erkannte man, wie eintönig und strukturarm der Fluss streckenweise geworden war. Auch wertvoller Auenlebensraum war verloren gegangen.

 

 

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info2.7Das Projekt "Lebendige Vils" - ein Fluss lebt auf

Zur Natur eines Flusses wie der Vils gehört es, von Zeit zu Zeit gehörig über die Stränge zu schlagen, also über die Ufer zu treten, Böschungen anzubaggern und sich ein neues Bett zu suchen. Je lebendiger ein Fluss ist, desto mehr Platz braucht er. Statt des bisherigen flussnahen Deiches schützt nun ein weit abgerückter die dahinter liegenden Äcker, Straßen und Dörfer vor Überschwemmungen. Die neu geschaffene und gestaltete Aue gehört nun wieder ganz der Vils und ihren Bewohnern.

 

 

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